Programm

SAMSTAG 22.8.2015

14 Uhr Riot und KonFETTi: Fat-Empowerment Workshop mit Hengameh Yaghoobifarah

In einer leistungsorientierten/kapitalistischen, dickenfeindlichen, rassistischen und patriarchischen Gesellschaft gibt es für Körper, die von der schlanken Norm abweichen, wenig Raum für Ermächtigung. Das Stigma rund um dicke_fette Personen ist hartnäckig und bringt in unterschiedlichen Kontexten viele negative Zuschreibungen hervor. Ob in der Dominanzgesellschaft oder in feministischen Räumen, dicke_fette Personen leben in ständiger Pathologisierung und erfahren Ab- und Bewertung ihrer Körper. Zwischen Diätzwang und Food-Policing, dickenfeindlichen Kommentaren, Fetischisierung und Körpernormierungen erfahren besonders Frauen viel Fat-Shaming.

Dieser Workshop möchte eine Alternative bieten. Unsere fatbulösen Körper gehören immer noch uns! Von der Akzeptanz zur Ermächtigung tauschen wir uns in diesem Workshop über diskriminierende Alltagserfahrungen, specktakuläre Körper, Fett als Widerstand und empowernde Strategien aus.

Der Workshop ist offen für alle FLT*I*-Personen, in deren Leben Dick_Fettsein und die damit verbundenen Diskriminierungen und Erfahrungen eine Rolle spiel(t)en.

Hengameh Yaghoobifarah ist Autorin, Aktivistin, Fatshionbloggerin und Redakteurin beim Missy Magazine.

14 Uhr KickOff-Workshop: Initiative für queere Geflüchtete

Seit 2012 gilt Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität als anerkannter Asylgrund in Europa. Sind LSBTIQ nun sicher in Deutschland? Wird ihnen geglaubt? Können sie hier offen leben? Die klare Antwort: Nein.

Ignoranz und Diskriminierung durch Behörden/Zuständige, Übergriffe in den Sammelunterkünften, die lebenslange Erfahrung, dass es sicherer ist, sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität abseits der Heteronormativität zu verschweigen – all dies führt dazu, dass LSBTIQ-Geflüchtete sich auch in Deutschland weiterhin verstecken.

Wie können wir queere Geflüchtete unterstützen? Wie können wir ihnen ein Ankommen in Köln und NRW erleichtern? Der Workshop lädt alle Interessierten ein, zu brainstormen, sich zu vernetzen und gemeinsam herauszufinden, wie eine Initiative zur Unterstützung von queeren Geflüchteten aussehen kann.

Jede Menge handfeste Informationen wird es dabei in einer Podiumsdiskussion mit Aktivist_innen von quarteera (Verein zur Unterstützung von russischsprachigen, queeren Asylbewerbenden), dem Kölner Flüchtlingsrat und baraka/rubicon geben.

14 Uhr Band-Workshop mit Luna

Der AZ-Probenraum und seine Instrumente stehe euch zur Verfügung zum gemeinsamen Jammen und Ausprobieren. Maximal 6 Personen gleichzeitig. FLTI*s wird der Vortritt gegeben.

14 Uhr Yoga mit Dania

Die Yoga-Punx geben einen Schnupperkurs. Yogapunx wurde 2011 von Pia ins Leben gerufen.
Ihre Intention war es, persönliche und gleichzeitig bezahlbare Yogakurse anzubieten, für Menschen, die sich aufgrund bestimmter Lebenssituationen (Studium, Arbeitslosigkeit, Geringverdiener…) keine Yogastunden in den schon bestehenden Yogastudios leisten können (Achtung: kein Vorwurf!- oder doch???). Auch ist es verständlich, dass Unisportmassenveranstaltungen und diverse subventionierte Yogaangebote (z.B. nicht wirklich reizvoll sind.

No go: Rassismus, Sexismus (Jungs: Shirts anlassen), Homophobie, Antisemitismus/ Holocaustrelativierung ( bye bye Karmalehre) sowie jegliche weiteren Arten von Diskriminierung und Idiotentum, Diät- Selbstoptimierungs- und Schönheitswahn, Esospinnereien, spirituelles Elitedenken, Verschwörungstheorien und Mahnwichtel!

16 Uhr Fahrrad-Reparier-Schraub-Workshop mit Johanna + Alex

Am Anfang des Workshops wird es eine Werkzeugkunde geben und erklärt wie einfacherer Reparaturen am Fahrrad selber durchgeführt werden können. Wie flicke und wechsele ich einen Schlauch, wie funktioniert eine Gangschaltung und wie kann ich sie reparieren, etc. Wenn ihr speziellere Probleme habt, könnt ihr diese natürlich auch gerne mitbringen. Ansonsten: Nutzt die Bike Kitchen des AZs für eure Repariervorhaben und lasst euch wenn gewünscht dabei helfen.

16 Uhr Trans*misogynie – Diskriminierung, Ausgrenzung, Hass und Gewalt gegen Trans*Frauen und Trans*Weiblichkeiten (offen für alle Gender) mit Faulenz*A

„Trans*misogynie“ meint das Zusammenwirken von Trans*feindlichkeit und „Feminitätsfeindlichkeit“ (Misogynie). In dem Workshop stelle ich nach einer inhaltlichen Einführung aktuelle Beispiele vor, die zeigen, dass selbst feministische Räume kein save-space für Trans*frauen sind. Diese können wir gemeinsam diskutieren: Was ist daran trans*misogyn? Wie könnten Texte, Veranstaltungsankündigungen, Sticker etc. anders gestaltet, geschrieben sein? Was kann getan werden um feministische Räume inklusiver für Trans*Frauen und Trans*Weiblichkeiten zu machen?

Wichtige Themen in diesem Workshop sind unter anderem:

  • Feminitätsfeindlichkeit als gesamtgesellschatliches Problem, aber auch als Problem in queerfeministischer Szene;
  • Die Art und Weise wie oft über Genitalien geredet wird;
  • Die Art und Weise wie oft über Menstruation geredet wird;
  • Das „Sozialisationsargument“, mit dem Trans*frauenausschlüsse begründet werden;
  • Trans*gender Day of Remembrance zum Gedenken der ermordeten Trans*menschen (größtenteils Trans*frauen of Colour);
  • Zusammenwirken von Trans*misogynie und Rassismus.

16 Uhr Zine-Workshop mit Nina Nijsten + Jo

In Belgien bringt Nina das Same Hearts, Different Heartbeats-Zine heraus und wird euch in diesem Workshop alles beibringen, was ihr braucht um ein Zine zu machen.

Mehr Infos

16 Uhr Punk Aerobics mit Pia

Schnupperkurs im AZ-Sportraum.

18 Uhr Film: Das Burlebübele mag i net – Bewegte Lesben in Ost und West Berlin

Anhand zweier Biografien nähert sich der Dokumentarfilm sowohl den Parallelen als auch den Besonderheiten des alltäglichen Lebens und einer politischen Organisierung zweier Lesben im geteilten Berlin der 70er und 80er Jahre.

Nur wenige Kilometer voneinander entfernt kämpften Cristina Perincioli und Ursula Sillge zur gleichen Zeit als frühe Aktivistinnen für die Rechte von Lesben und Schwulen. Die eine in Westberlin, die andere in Ostberlin. In einer Zeit, in der es nur vereinzelt versteckte Treffpunkte für Lesben gab, begannen die beiden Frauen sich auf beiden Seiten der Mauer politisch zu organisieren, Räume und Strukturen für Lesben aufzubauen sowie mit ihren Themen und Forderungen an die Öffentlichkeit zu gehen.

So ähnlich die Ziele der beiden Protagonistinnen auch waren, so unterschiedlich war ihre jeweilige politische Situation.

Der Film entstand 2008 im Rahmen des Videoseminars “Parallele Biografien Ost/West” am Kulturwissenschaftlichen Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin bei Prof. Dr. Christina von Braun.

Debütfilm von Anke Schwarz, Sandra (Luka) Stoll und Roman Klarfeld.

Berlin 2008, 43min.

19 Uhr Film: From Nuns and Prostitutes

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Germany
Year: 2015
Length: 06.43min
Director: Shamila Lengsfeld
Language: Englisch
Subtitels:None

Im Film geht es auf den ersten Blick um eine Liebesbeziehung zwischen eine Nonne
und einer Prostituierten. Allerdings nimmt die Handlung eine überraschende Wendung und
Hinterfragt nicht nur die die Position von Homosexualität in der Religion sondern auch die
Moralische Verantwortung gegenüber eines Geliebten.
Infos zur Filmemacherin:
Shamila Lengsfeld ist eine persisch-deutsche Filmemacherin, die in Köln lebt und
arbeitet. Ihre Arbeiten nehmen meistens Bezug auf LGBT- Themen, so wirkte sie bei dem
schwul lesbischen Onlinemagazin „Tree of Us“ mit, sowie bei der Kölner Lesbenserie
„ Lezz-A-Faire“. Ihre eigenen Arbeiten sind meist provokant.

Trailer

19 Uhr Performance von Karma

Israelische*r Drag-Performer*in

Mehr Infos

20 Uhr Roads & Shoes
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Cello, Klavier, Gitarre und Gesang vom Kölner Duo: Zuckersüße Popperlen. Diese Gegensätze und die Balance dazwischen sind die Triebkraft, die das Duo ROADS & SHOES aus Köln seit 2012 zu ihren Song bewegt. Songwriterin und Sängerin Linda Laukamp erzählt dabei Geschichten, verpackt diese in mitreißende Songs und bedient sich an Klavier, Gitarre oder Cello. Gitarristin Johanna Eicker unterstützt mal melodiös, mal perkussiv das Gefühl der Songs. Der Weg liegt noch vor ihnen, das richtige Schuhwerk ist eingepackt, und so darf man gespannt sein auf das erste Album, an dem ROADS & SHOES aktuell arbeiten.

Musikbeispiele

roadsandshoes.de

21 Uhr Baby Fire

BabyfireIrgendwie erinnert die Musik von Dominique Van Cappelen an PJ Harvey. Dabei ist sie aber noch düsterer, noch repetitiver und insgesamt verstörend. Hypnotisierende Indie-Performance.

Musikvideo: The Red Tape

firebabyfire.tumblr.com

22 Uhr Respect the Hurricane

Hip-Hop mit feministischen Texten sollte mittlerweile dank Sookee. Lena Stöhrfaktor und anderen zur Normalität geworden sein, aber weit gefeht. Luk & Ika & Auho aus München werden dank ihres YouTube-Clips zu Feminist Takeover von selbsternannten HipHop-Experten auf’s Bitterste angefeindet. Ein Grund mehr ihnen hier eine Plattform zu bieten. Sie rappen auf deutsch und griechisch.

Musikvideo: Feminist Takeover

23 Uhr Pandora’s Bliss
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Von den USA über ganz Europa bis hin zu Japan hat die Band Pandora’s Bliss schon alles bespielt. Die Belgier_innen sind aber keineswegs müde deswegen. Abgründige Musicclips und eine geballte Ladung roher Energie auf der Bühne (freigesetzt durch zwei Frauen an den Strings) stellen sie selbst Kritiker ins Abseits. Nach dem Debutalbum (2010) brachte das Trio diesen Januar ihre neue Platte raus. Produzent war niemand geringeres als Jason Rubal, der unterem anderem für The Cure und die Nine Inch Nails gearbeitet hat. Musikalisch bewegt sich die Band zwischen Noiserock und Grunge. Auf Namen reduziert: Nirvana, nur spürbar härter.

Musikvideo: I’m burnt

pandorasguitar.com

24 Uhr Schreifilme von Veronika Dimke

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Trailer

24 Uhr Party mit DJane Manniac

Tanzbarer, elektronischer Synthiepunk

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